Ladislav Kupkovič

Ladislav Kupkovič:

geboren 17. März 1936 in Bratislava (Preßburg), Slowakei (damals Tschechoslowakei). Studium auf dem Preßburger Konservatorium (= Künstlerische Ausbildung an Musikhochschulen hierzulande), Violine, in der Klasse Prof. Albin Vrtel, in den Jahren 1950-1955. Absolutorium mit "Phantasie und Burleske" von Eugen Suchon mit dem Radiosymphonieorchester des Preßburger Rundfunks, Dirigent: Dr. Ludovit Rajter. Ab 1955 Studium an der Hochschule für musische Künste (=Soloklassen der hiesigen Musikhochschulen), Violine, in der Klasse Prof. Mikulas Jelinek. 1960 Absolutorium mit Recital (Händel, Brahms, Prokofjew, Chausson und Bazzini). 1960-61 noch Studium des Dirigierens in der Klasse Prof. Ludovit Rajter (unbeendet). Parallel in der Saison 1959-1960 hauptberuflich Dirigent des Ungarischen Nationalensembles "Ifju szivek" (Junge Herzen). Zwischenzeitlich auch 2. Dirigent des Folklorensembles "Lucnica".

Ab 1960 Mitglied des Orchesters der Slowakischen Philharmonie in Preßburg (Gruppe der 1.Geigen). 1961-63 Militärdienst als Konzertmeister des Sinfonieorchesters des Preßburger Militärkunstensembles, danach Rückkehr in die Philharmonie. Ab 1965 Komponist im freien Beruf. Etwa 250 Musiken für Film, Theater und Puppentheater, Fernesehe- und Hörspiele. 1966: Preis "Igric" für die beste Filmmusik des Jahres mit besonderer Auszeichnung für die Musik zum Dokumentarfilm "Ohnive rieky" (Brennende Flüsse) vom Regisseur Ctibor Kovac.

 Im Jahre 1969 Emigration nach Westdeutschland; erst Berlin mit dem Stipendium für das Jahr 1970 innerhalb des "Berliner Programms" des DAAD, danach freischaffender Komponist im Köln. Ab 1973 an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, erst als Dozent, ab 1976 Professor (Neue Musik, Tonsatz, Komposition). 1980: 1. Preis im Kompositionswettbewerb der Kirchenmusikwoche Neuss für kirchenmusikalisches Werk (Missa Papae...).

 Im Jahre 1972 verurteilt in Abwesenheit in der Tschechoslowakei für 18 Monaten Gefängnis für die Straftat des Verlassens der Republik, 1981 Nachlass der Strafe, 1982 Entlastung aus dem Bürgerverhältnis der Tschechoslowakei; ab 1979 Bürger der Bundesrepublik Deutschland. Ab 1981 Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg.

Ab 1996 Ehrenmitglied des Dorfes Cifer in der Westslowakei (von dort stammt die Familie des Vaters); Mitglied der Deutsch-Armenischen Gesellschaft. Innerhalb des "Jahres der slowakischen Musik" Auszeichnung im Rahmen des Kompositionswettbewerbs.